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Diese moderne archäologische Form der Erdforschung hat den Vorteil, dass sie Informationen über im Untergrund verborgene archäologische Strukturen liefert, ohne dass in den Boden eingegriffen werden muss. Grabungen lassen sich so genau planen. Die geophysikalische Prospektion trägt auch zur Vertiefung bzw. Bestätigung von Erkenntnissen aus anderen Methoden der archäologischen Forschung bei, z. B. der Luftbildarchäologie. Die Durchführung geophysikalischer Prospektionen ist unkompliziert. Entweder wird die Fläche zu Fuß abgegangen, oder mit einem leichten QUAD (ATV All Terrain Verhicle) abgefahren.  Bei der geophysikalischen Prospektion kommen zwei Verfahren zur Anwendung:

  1. Geomagnetische Kartierung
  2. Geoelektrische Kartierung

Fluxgate-Magnetometer im Feldeinsatz zur Suche nach archäologischen Befunden durch geomagnetische Prospektion. Urheberschaft: Rabax63 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]Fluxgate-Magnetometer im Feldeinsatz zur Suche nach archäologischen Befunden durch geomagnetische Prospektion. Urheberschaft: Rabax63 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]Bei der geomagnetischen Kartierung wird das bodennahe Magnetfeld der Erde mit Sonden gemessen. Die Auflösung beträgt dabei fast ein 500.000stel Teil der Erdmagnetstärke. Die gesuchten Abweichungen (Anomalien), die von archäologischen Strukturen  im Boden verursacht werden, erreichen im Schnitt nur etwa 0,01 % der hiesigen Erdmagnetfeldstärke, sind also sehr schwach. Im Ergebnis der Messung erhält man ein sogenanntes Magnetogramm., das heißt ein zweidimensionales Abbild des bodennahen Erdmagnetfeldes mit allen lokal begrenzten Abweichungen, die von im Boden vorhandenen Strukturen oder Objekten verursacht werden. Bei der fußläufigen Untersuchung des Terrains kommen zwei bis vier Sonden zum Einsatz. Bei der Untersuchung mit dem QUAD, kommt eine Apparatur aus zehn Sonden zum Einsatz. Damit lassen sich große Flächen in kurzer Zeit absuchen.

Bei der geoelektrischen Kartierung wird ein künstliches elektrisches Feld im Boden erzeugt, das mit zwei Messsonden in einem Bereich von 0,5 x 0,5 m entlang der Bodenoberfläche abgesucht wird.  Das Ergebnis ist ein sogenanntes Resistogramm, welches die horizontale Verteilung der Leitfähigkeit des Stromes im Boden in einem bestimmten Tiefenintervall darstellt.

 Da wo die geomagnetische Kartierung manchmal nur schemenhafte archäologische Strukturen aufzeigt, kann die Messung der Unterschiede in der Bodenleitfähigkeit meistens ein klares Abbild liefern.