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Rheinkorrektur (ursprünglicher Plan), Urheberschaft: von Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Immanuel Giel als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). [Public domain], via Wikimedia CommonsRheinkorrektur (ursprünglicher Plan), Urheberschaft: von Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Immanuel Giel als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). [Public domain], via Wikimedia CommonsDer Rhein war Anfang des 19. Jahrhunderts noch ein wilder, ungebändigter Fluss. Alljährliche Hochwasser  übeschwemmten anliegende Dörfer regelmäßig und verursachten schwere wirtschaftliche Schäden. In tiefer gelegenen Gebieten dauerten die Überschwemmungen oft Monate an. In der Folge bildeten sich Sümpfe, die wiederum Seuchen wie Malaria oder Sumpffieber auslösten.

Der Ingenieur Johann Gottfried Tulla  vertrat die Meinung, dass "in kultivierten Ländern die Bäche, Flüsse und Ströme Kanäle sein und die Leitung der Gewässer in der Gewalt der Bewohner stehen" sollten. Die Vorteile einer Kanalisations- und Flussbegradigung waren im aus eigener Erfahrung bekannt. Daher sollte eine Rheinbegradigung die Lösung bringen, die Hochwassergefahr senken, das Land entlang des Stroms entsumpfen und urbar machen, die Seuchengefahr eindämmen und letztendlich die Schifffahrt erleichtern.

 Die Rheinbegradigung wurde in den Jahren zwischen 1817 und 1876 durchgeführt. Tulla beabsichtigte den mäandrierenden Strom auf ein Hauptbett zu konzentrieren. Er begann  1817 mit der Schaffung künstlicher Durchstiche zwischen zwei Schlingen und ließ die alten Flussschlingen an ihrem Einlauf zuschütten. Dabei wurde generell versucht den Fluss in die Arbeiten mit einzubinden.  Die alte Schleife wurde am oberen Ende mit einem Damm versperrt, so dass hier keine Strömung mehr herrschte und die Schleifen langsam verlandeten.

Der erste Durchstich erfolgte bei Knielingen, danach wurde der Rhein zunächst weiter bis Mannheim begradigt. Ab 1840 erfolgte dann die Begradigung zwischen Karlsruhe und Basel. Zum Ende der gewaltigen Erdarbeiten 1876 war der Flussabschnitt zwischen der Schweizer Grenze und Worms  81 Kilometer kürzer.